Unser Programm

1 Bauen am Vaals von morgen

Die aktuelle Koalition (Het Alternatief, CDA, Lokaal!, Nuj Lies und groep Groen) sah sich in den vergangenen Jahren großen Herausforderungen in unserer einzigartigen Grenzgemeinde gegenüber. Der Abwärtstrend sowie die Unruhe und Stagnation der Gemeindeverwaltung wurde durch die jetztige Koalition in Stabilität und in eine positive Entwicklung umgewandelt. Het Alternatief möchte diese Linie fortsetzen mit Ratsmitgliedern die Rückgrat zeigen und auch bei Gegenwind Kurs behalten. Het Alternatief möchte auf dem Fundament das wir gelegt haben weiter aufbauen um Vaals zukunftssicher zu gestalten. Dabei strebt Het Alternatief das Gleichgewicht zwischen Lebensqualität und nachhaltigem wirtschaftlichem Wachstum weiter an, sodass unsere Einwohner weiterhin gerne bei uns wohnen.

2 Programm umfassende Lebensqualität

Die Lebensqualität in unserer Gemeinde steht unter Druck. Das liegt vor allem an den demografischen Entwicklungen im Ortsteil Vaals. Die “Agenda Brede Leefbaarheid” wurde in 2025 vom Rat genehmigt. Im Programm stehen Problemanalysen, sowie die Lösungskonzepte zu beschreiben.

3 Qualitätsverbesserung

Ein gesunder Wohnungsbestand ist ein differenzierter Wohnungsbestand. In den letzten Jahren wurde intensiv daran gearbeitet. Dennoch haben wir immer noch einen sehr großen Bestand an relativ schlechten privaten Mietwohnungen (Ortsteil Vaals 30,9 %, landesweit 14,1 %), der für unerwünschte Zuzüge verantwortlich ist. Hinzu kommt, dass wir relativ viele leerstehende Gebäude haben (über 300), mit allen damit verbundenen negativen Folgen.

4 Steuerung des Zuzugs

Wir möchten Wohnungsuchenden Vorrang geben, die eine wirtschaftliche und/oder gesellschaftliche Bindung an Vaals haben. Außerdem möchten wir innerhalb unserer Wohnungsverordnung das Rotterdam-Gesetz (Gesetz über besondere Maßnahmen für großstädtische Problemfälle) anwenden. Das ermöglicht, in bestimmten Fällen Neuankömmlingen eine Wohnungserlaubnis verweigern können. Zum Beispiel, wenn jemand langfristig Sozialleistungen bezieht (“Leistungstourismus”), wiederholt strafbare Handlungen begangen hat, erhebliche Wohnbelästigungen verursacht hat und/oder in Gewalt-, Drogen- oder Vermögensdelikte verwickelt war.

5 Leerstandsbussgelder

Leerstand wird für Vaals zunehmend zu einem größeren Problem. Aller gute Versuche zum trotz, ist es unserere Gemeinde nicht gelungen die Leerstände wirklich in den Griff zu bekommen. Die jetzige bundesweite Leerstandsverordnung (2025) gab uns zu wenig Schlagkraft auf der eine Seite, erlaubt Gemeinden jedoch auf der anderen Seite, zusätzlich Leerstandsabgaben erheben zu können. Het Alternatief will sich dafür einsetzen, dies auch in der Vaalser Gemeinde zu ermöglichen. Dies ist möglich, wenn dies einem legitimen Zweck dient, wie zum Beispiel der Bekämpfung von Wohnungsnot, Vorbeugung des Verfalls oder der Verbesserung der Lebensqualität.

6 Wohnen statt Gewinn

Wohnungen sind zum Leben da, nicht nur zum Geldverdienen. Het Alternatief setzt auf vitale Nachbarschaften, in denen sich die Bewohner kennen. Unsere Wohnviertel werden Gewinnmargen externer „Immobilienhaie“ und unkontrollierter billiger Vermietung ausgesetzt. Wir akzeptieren nicht länger, dass unsere Lebensqualität darunter leider muss. Die Gemeinde muss die Qualität privater Mietwohnungen strenger überwachen. Schlechte Instandhaltung durch „Immobilienhaie“ darf das Erscheinungsbild und die Sicherheit einer Straße nicht länger negativ beeinflussen.

7 Ausstattungen für Jugendliche

Für Jugendliche ab 12 Jahren ist das Angebot an Freizeitaktivitäten in Vaals begrenzt. Wir halten es für wichtig, dass auch diese Zielgruppe genügend Möglichkeiten hat, sich zu treffen und aktiv zu sein. Deshalb möchten wir uns für einen Skatebahn neben dem bestehenden “pannakooi” (im Spielplatz im Bloemendalpark) einsetzen. Außerdem prüfen wir eine Umnutzung des aktuellen „Glaspalasts“ (KJP/Tapasbar) zu einem Treffpunkt, an dem Jugendliche u.A. Darts und Billard spielen können und es wird dort alkoholfreie Getränke geben. Dann gäbe es in Vaals wieder etwas zu erleben; wir wollen einen lebendigeres Zentrum. Eine gute Aufsicht ist dabei natürlich eine Voraussetzung, damit keinen Hindernisse entsteht.

8 Raum- und Entwicklungsplan Selzerbeek

Die Gemeinde möchte das Gebiet Selzerbeek von einem Gewerbegebiet zu einem exklusiven Wohngebiet in einer naturnahen Umgebung umgestalten; die Landschaft soll im Vordergrund stehen und bekommt Platz. Es wird verschiedene Wohnformen geben mit denen wir eine neue, gemischte Zielgruppe anziehen möchten. Durch den Bau von Rad- und Wanderwegen wird das Gebiet öffentlich zugänglich gemacht. Het Alternatief will sich ins besondere für naturintegrierte Häuser einsetzen, uA auch bio-based bei denen die Integration in die Natur und die Biodiversität im Vordergrund stehen.

9 Julianaplein; unser Vaalser Herz

Der Julianaplein ist von strategischer Bedeutung für die Zukunft von Vaals. Unsere Gemeinde hat zwar eine “Seele”, aber kein “Herz”. Ein attraktives Zentrum im historischen Ortsteil, in dem Unternehmer sich gerne niederlassen, mit Straßencafés, viel Grün und weniger Platz für Verkehr. Ein Treffpunkt für unsere Einwohner, unsere Touristen und unsere Vereine; ein schöner Ort um sich zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen und das Zusammensein zu genießen. Unsere Beigeordnete Juliette Verbeek war Beigeordnete für Wohnen und Verkehr und eine treibende Kraft hinter der ‚Qualitätsoffensive‘ und die Umsetzung der gewünschte Begrünung des Julianapleins. Sie war Ansprechpartnerin für die Unternehmer und verantwortlich für die Neugestaltung des öffentlichen Raums, damit das Vaalser Zentrum lebendiger werden konnte. Wir wissen, dass die frühere Gemeinderat mit dem Verkauf eines Teils des Julianapleins an Festivaals BV., zugestimmt hat. Damit verlor die Gemeinde leider die komplette Steuerung voreilig aus der Hand. Inzwischen wissen wir, wohin das geführt hat (Leerstand, Verzweiflung, Misstrauen). Das Eigentum und damit die Verantwortung liegt zum Glück nun wieder beim Bauunternehmen Jongen. Das gibt uns das Vertrauen, jetzt tatkräftig unseren Julianaplein-Plänen Gestaltung geben zu können. Würde das aber nicht gelingen dann sollte die Gemeinde den Ladenbereich selbst kaufen und entwickeln.

10 Begrünung

Bei den meisten Einwohnern von Vaals ist der Groschen gefallen: Begrünung ist der Weg, um Wohn- und Ausgehviertel lebenswert und attraktiv zu halten. Sowohl die Einwohner als auch die Gemeinde können einen positiven Beitrag dazu leisten. Gute Ideen entstehen oft bei unseren Einwohnern. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Möglichkeiten zu schaffen damit unsere Einwohner gefördert werden mit-zu-denken statt eingeschüchtert zu werden durch immer mehr Vorschriften, denn die Verzögern. Wir haben uns dafür eingesetzt, unser Wahlversprechen von vier Jahren, ‚Für jede Stimme ein Baum‘ einzulösen. Das ist mehr als gelungen. 735 Bäume bei unserer letzten Wahl für 735 Stimmen. Inzwischen haben wir bereits über 1978 Bäume verteilt und werden damit weitermachen. Het Alternatief möchte, dass die 3-30-300-Regel in Bau- und Entwichlungspläne aufgenommen wird. Das soll für alle Neubauten gelten, aber auch, wo möglich, in unseren bestehenden Vierteln. Sie besagt, dass jeder von zu Hause aus mind. 3 Bäume sieht, die Nachbarschaft eine Baumkronenabdeckung von mind. 30 % hat und innerhalb von max. 300 Metern ein grüner Park oder ein grünes Gebiet vorhanden sein muss. Diese Regel sorgt für Abkühlung, weniger Stress und eine bessere Luftqualität. Unser Wunsch, mind. 985 besondere denkmalgeschützte Bäume wieder auf die Liste der geschützten Bäume zu bekommen, ist leider nicht gelungen. Aber wir geben nicht auf und setzen uns weiterhin für eine grüne und lebenswerte Wohnumgebung ein. In Vaals zeigen die Einwohner, wie Begrünung und Lebensqualität Hand in Hand gehen können. An der Pilotphase von zwei Müllkontainergärtchen, die in der Kerkstraat und Lindenstraat aufgestellt wurden, hat Het Alternatief mitgearbeitet. Diese Pilotphase war ein großer Erfolg. Dank u.A. viele tatkräftige ehrenamtliche Helfer, war Het Alternatief in der Lage noch weiter 15 Müllkontainergärtchen aufstellen zu können.

11 Verkehrshinder

Das Zentrum von Vaals wäre viel attraktiver, wenn weniger Durchgangsverkehr gäbe das mit überhöhter Geschwindigkeit durchfahren würde und das Straßenbild weniger von Autos dominiert wäre. Wir wollen das anders; die Tentstraat, Kerkstraat, Bosstraat und Koperstraat sind 30-km/h-Strassen, die nicht für den Durchgangs-, Schleichverkehr gedacht sind. Am Eingang dieser Strassen möchten wir „Durchfahrt verboten für Motorfahrzeuge“-Schilder (mit Ausnahme des Anliegerverkehrs) aufstellen. Somit werden Autos umgeleitet und die Schleichwege und tauchen dann nicht mehr im Navigationssystemen auf. Verstöße gegen diese Durchfahrtverbote wollen wir entmutigen durch Anpassungen des Straßenkonzepts, z. B. Strassenverengungen, Blumenkübel (Bosstraat) oder zusätzliche Parkplätze auf der Fahrbahn. Wir möchten dorfgerechte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für die Maastrichterlaan die zum Wohlfühlen im Einkaufsbereich einladen soll. Außerdem werden dann Zebrastreifen angelegt, damit Fußgänger wieder Vorrang erhalten. Dies wird unserer Meinung nach keinen negativen Einfluss auf den Verkehrsfluss zu Folge haben. Das Parken-im Zentrum steht massiv unter Druck. Größtenteils, weil die Gemeinde die Parkplanung schwieriger durchführen kann solange einige Einwohner in PKW’s mit ausländischem Kennzeichen fahren, und ihr Fahrzeug nicht in den Niederlanden bei RDW registrieren lassen. Einwohner von Vaals mit einem ausländischen Kennzeichen wollen wir deshalb ermutigen ihre PKWs in den Niederlanden registrieren zu lassen. Darüber hinaus möchten wir folgendes erreichen: Wir möchten den gesamten Ortsteil Vaals in ein bezahl-pflichtiges Parkgebiet umwandeln (9:00 bis 21:00 Uhr); Personen aus dem Ortsteil Vaals mit niederländischem Kennzeichen werden eine kostenlose Parkgenehmigung erhalten (einschließlich 60 Tagesparkscheinen pro Jahr). Dies gilt auch für Autos mit einer Ausnahmegenehmigung des Zolls oder der Gemeinde (Pendler, Firmenfahrzeuge usw.). Außerdem möchten wir ein Abschleppsystem einführen. Unsere Lösung mag zwar einschneidend erscheinen, ist unserer Ansicht nach jedoch effektiv, umsetzbar und bezahlbar.

12 Von massentouristischer Erholung zu landschaftlicher Qualität

Das Limburger Heuvelland, mit Cottessen als Kronjuwel, steht unter großem Druck. Das Gleichgewicht zwischen Tourismus, Natur und der Lebensqualität unserer Einwohner ist verloren gegangen. Wir entscheiden uns für eine grundlegende Kursänderung: Tourismus im Einklang mit dem Dorf. Wir wollen keine Parks, die die Landschaft verschlingen, sondern Parks, die die Landschaft stärken. Unsere drei Garantien: 1. Die Landschaft bekommt ihr “Gesicht” zurück (Landschafts-Garantie) Ferienparks und Campingplätze dürfen die Aussicht nicht länger dominieren. Wir führen eine strikte Maskierungspflicht ein. Neue und bestehende Parks werden verpflichtet, mindestens 70 % der Bebauung mit einheimischem Gebüsch vor dem Sichtfeld zu bedecken. Keine Lorbeeren oder Zäune, sondern die Rückkehr der charakteristischen limburgischen Weißdorn- und Schlehen-Hecken. So „verschwinden“ Ferienhäuser wieder im Grünen.
2. Platz für einzigartige Natur in Limburg (Biodiversitäts-Anforderung) Ein Ferienpark ist kein Gartencenter, sondern Teils unser Ökosystems. Für jede Genehmigung, formuleiren wir die Wiederherstellung der Natur zu einer verbindlichen Voraussetzung. Jedes Erholungsgebiet muss aktiv zur lokalen Fauna beitragen. Dies beinhaltet, dass die Realisierung von Teichen für die seltene Gelbbauch-Kröte und die Integration von Nistmöglichkeiten für Fledermäuse in den Gebäuden, zur Bedingung der Genehmigung werden. Wir stellen die Biodiversität genau dort wieder her, wo sie am dringendsten benötigt wird. 3. Sicherheit durch Entsiegelung (De “Spons”-Norm) (Die ‚Schwamm‘-Norm) Die Überflutungen der letzten Jahre haben uns gelehrt, dass jeder Quadratmeter Asphalt in den Hügeln ein Risiko für die Bewohner in den Tälern darstellt. Wir wollen ein Verbot von neuem Asphalt in Ferienparks, um Überschwemmungen einzudämmen.

13 Energiewende

Im Jahr 2015 wurde das Pariser Klimaabkommen von 159 Ländern, darunter auch den Niederlanden, unterzeichnet. Ziel ist es, die Erderwärmung so weit wie möglich zu verhindern, indem die CO₂-Emissionen reduziert werden. Die Notwendigkeit hierzu wird immer deutlicher. Wir beobachten immer mehr extremes Wetter, Probleme mit Nahrungsmitteln und Wasser, Verlust der Biodiversität, Schäden an der Natur sowie wirtschaftliche, soziale und geopolitische Instabilität.
Die Energiewende ist ein Übergang von einem Energiesystem, das auf fossilen Brennstoffen basiert, zu einem nachhaltigen, CO₂-armen Energiesystem, das auf erneuerbaren Quellen beruht (erneuerbare Energie). Dies ist auch für unsere Gemeinde von wesentlicher Bedeutung, da es nicht nur die langfristigen Kosten senkt, sondern ins besondere die Energiesicherheit erhöht, die Gesundheit verbessert und soziale Ungleichheit verringert.
Genossenschaften spielen hierbei eine wichtige Rolle. Themen lokal anzugehen, ermöglichen eine breitere Akzeptanz und mehr soziales Engagement. Außerdem bringen lokale Lösungen logistische Vorteile mit sich und sind damit kostengünstiger. Angesichts der Bedeutung der Transformation ist Het Alternatief der Meinung, dass die Gemeinde einen größeren Beitrag leisten sollte. Dies sehen wir realisierbar durch finanzielle Mittel und Garantien, Lockerung von Vorschriften, Genehmigungen und eine bessere Zusammenarbeit.

14 Kultur und Sport

Kunst, Kultur und Sport sorgen für Begegnung und Verbindung in unserer Gemeinschaft. Sie tragen zur körperlichen und psychische Gesundheit unserer Einwohner bei und sind eine pulsierende Quelle für Talententfaltung. Vaals hat durch seine aktiven Vereine ein vielfältiges Kulturangebot. Wir sind der Meinung, dass dies jedoch sichtbarer und stärker vertreten werden sollte. Besonders, da Vaals mehr als 70 Nationalitäten innerhalb der Gemeindegrenzen hat. Wie wollen wir das erreichen? Wir wollen mehr hochwertige Veranstaltungen mit regionaler Ausstrahlung anbieten und starten mit einem jährlichen ´´Von-Clermont-Fest´´; einem Kulturmarkt wo sich Einwohner und Vereine präsentieren und zusammenarbeiten können. Auch unseren Sportvereinen gilt unser besonderes Augenmerk. Auf dem Tennisgelände wurden inzwischen Padelplätze angelegt. Darüber hinaus möchten wir endlich die Landekuhle (Kuhle für eine sichere Landung bei Sprung-Übungen) für den Turnverein realisieren, sodass sich die Vaalser Talententwicklung noch mehr entfalten kann.

Vaals hat eine Alternative und Sie sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen. Werden Sie Teil unserer Bewegung, beteiligen Sie sich an unseren digitalen Kampagnen oder unseren gemeinsamen Aktionen, um unsere Stadt grüner zu machen.